Monatsarchiv für April, 2008
Ein schickes Restaurant, vielleicht steht ein Geschäftsessen an - es geht also um mehr als nur das gute Essen. Nur wie schafft man es, nicht in all die lauernden Benimm-Fettnäpfchen zu treten?
Der deutsche Schriftsteller Freiherr von Knigge hat sein Buch über den richtigen Umgang mit Menschen schon vor über 200 Jahren geschrieben. Eigentlich war es eher ein Sittengemälde seiner Zeit, trotzdem gilt es bis heute als DIE Anstandsfibel! Ob beim Restaurantbesuch, bei der Auslandsreise, oder dem Fest zu Hause - gewandtes und sicheres Auftreten erleichtert das alltägliche Miteinander. Es gilt:
- Handy am Esstisch? - Stecken lassen! Das gäbe nämlich die Benimm-Note 6!!!
- In eine andere Richtung zu sehen, während jemand mit Ihnen spricht, sollten Sie auch vermeiden! Aufmerksamkeit ist eines der größten Komplimente, die Sie einer anderen Person machen können. Zeigen Sie daher durch Blickkontakt Interesse!
- Ein schlaffer Händedruck vermittelt den Eindruck, dass Sie unsicher und nicht von sich selbst überzeugt sind. Deshalb sollten Sie Ihrem Gegenüber fest die Hand geben. Dies drückt Selbstvertrauen, Herzlichkeit, Offenheit und Aufrichtigkeit aus. Aber VORSICHT: Zerquetschen Sie nicht die Hand Ihres Gegenübers! Dies ist nicht nur ein Zeichen von Dominanz und Unsensibilität, sondern macht auch unbeliebt.
- In den meisten gesellschaftlichen Räumlichkeiten herrscht mittlerweile Rauchverbot. Daran sollten Sie sich auch halten! Sogar wenn Zigaretten erlaubt sind, Zigarren sind es meist nicht. Und niemals auf den Boden aschen!
- Gläser mit Stiel sollten Sie auch an diesem anfassen. Es ist stillos, Wein-, Sekt- oder Cocktailgläser am Kelch zu packen. Haben Gläser keinen Stiel, halten Sie diese in der linken Hand. Sie vermeiden dadurch, dass Ihr Gegenüber bei der Begrüßung eine kalte, klamme Hand schütteln muss!
- Jeder Mensch hat eine Intimzone um sich herum (ca. 50 cm), die auch eingehalten werden sollte. Keiner mag es, wenn ein anderer diese Grenze übertritt, ohne dazu vorher eingeladen worden zu sein.
- So lange Ihr Gesprächspartner nicht ein alter Freund von Ihnen ist, ist das Handreichen bei Begrüßung und Verabschiedung die einzige Berührung, die angemessen ist! Berühren Sie Ihr Gegenüber sonst nicht ohne Erlaubnis. Sie denken vielleicht, dass Ihre Geste unschuldig ist, aber andere können sie als anzüglich sehen.
- Fallen Sie Ihrem Gegenüber nicht ins Wort. Lassen Sie ihn ausreden, bevor Sie antworten. So erscheinen Sie höflich, und auch er kann Ihnen dann besser zuhören. Denn Zuhören ist das Geheimnis guter Kommunikation!
- Auch sollte man seinen Besuch nicht einfach im Flur stehen lassen, sondern sich um ihn bemühen, die Garderobe abnehmen und ihn in die Räumlichkeiten hinein führen. Solches Benehmen gilt nicht als antiquiert und unangemessen, sondern zeugt von guter Erziehung und erleichtert dem anderen den ersten Schritt in einer ungewohnten Umgebung. Also: Gutes Benehmen beginnt schon an der Tür!
- Wer in gehobenen Restaurants bestehen will, oder bei Karriere fördernden Geschäftsessen, kann gar nicht früh genug anfangen mit dem Knigge: Darf man nun an den Knochen knabbern, oder nicht? Gerade in geschäftlicher Gesellschaft heißt es daher manchmal, lieber das Kind in uns niederringen und auf seine Marotten verzichten. Also lieber nur zuhause an den Knochen knabbern und sich in Punkto Tischmanieren an den Mitmenschen orientieren.
Zudem gibt es Benimm-Kurse, die einen auf solch ungewohnte Situationen gezielt vorbereiten. Und neuerdings gibt es Knigge-Kurse auch schon im Grundschulalter. Kinder lernen hier Dinge, mit denen sie im Leben durchkommen! Auch wenn es für sie zunächst ungewohnt ist, lohnt es sich. Und hinterher können die Kinder ihren Eltern zeigen, wie es geht. Zum Beispiel: Die korrekte Spaghettiwickeltechnik!! Und letztendlich bei gutem Benehmen unverzichtbar: Auf den Ton kommt es an - das war schon immer so! Na dann: Küss die Hand, Madame!
Autorin: Catherina Gilles
30. April 2008
Die Tage des alten Kofferradios sind gezählt! In Zukunft erledigen neuartige Internetradios den Job. Die sehen zwar wie ganz normale Empfangsgeräte aus, können aber weltweit auf unzählige Sendestationen zugreifen - und noch viel mehr.
Video killed the Radio Star? Von wegen. Während in verschiedenen Gremien über die Zukunft des digitalen Radios gestritten wird - ursprünglich wollte man die analogen Rundfunkempfänger 2010 in Rente schicken - hat der digitale Hörfunk seine Zuhörer längst auf anderen Wegen erreicht. DSL macht es möglich und an die Bequemlichkeit des häuslichen WLANs hat man sich längst gewöhnt: Die perfekte Umgebung, um das alte UKW-Radio gegen ein Internetradio auszutauschen.
Insgesamt bewerben sich zwölf Kandidaten. Die Hälfte kommt im Kofferradio-Look der Fünfziger, den Artur Braun mit seinem Klassiker SK1 entscheidend prägte: Albrechts DR 315, IPdio und IPdio mini von dnt, der Quattro MKII des dänischen HiFi-Spezialisten tangent und Terratecs iRadio for iPod. Eher an einen größeren Radiowecker erinnern der Starry7 von DMTech, Freecoms MusicPal, der Alto von Oxx Digital und Revos futuristisch anmutender blik Wi-Fi. Der ebenfalls von Revo stammende Pico Wi-Fi erinnert an die kleinen UKW-Empfänger des Herstellers Tivoli Audio, der vor einigen Jahren mit der Einführung des Modells PAL eine kleine Radiorenaissance auslöste.
Neun Kandidaten nutzen für die Verwaltung der Internetradiosender den britischen Dienst Reciva.com. Das Unternehmen hat ein Referenzdesign im Angebot, das sich von den Herstellern leicht zum Internetradio vervollständigen lässt. Das sogenannte Barracuda-Board sorgt für Empfang und die Dekodierung der Internetradio-Sender und hat bereits die Logik für die Ansteuerung von Display und Bedienelementen an Bord. Die Hersteller müssen sich lediglich um Verstärker, Netzwerk-Modul, Lautsprecher und ein schickes Gehäuse kümmern. Albrechts DR 315 nutzt als einziger Kandidat als Kernkomponente das Venice-Modul von Reciva-Konkurrent Frontier Silicon. Auch hier sorgt der Anbieter für die Verwaltung der Internetradiostationen über eine eigene Website.
Neben dem direkten Internetzugriff über den DSL-Router lassen sich die Testkandidaten auch als Audio-Streaming-Client im Heimnetz einsetzen. Dabei greifen sie auf im Netz befindliche UPnP-AV-Server und/oder Windows-Freigaben zu.
Wegen der meist nur zweizeiligen Displays ist die Navigation in der hauseigenen MP3-Sammlung allerdings wenig komfortabel. Einzige Ausnahmen sind Freecoms MusicPal und Terratecs iRadio for iPod, die ein wenig mehr Pixel auf ihre grafikfähigen Displays zaubern.
Bei sechs Geräten kann man beliebige Soundquellen analog per Klinkenstecker einschleifen - sie lassen sich also als Verstärker für CD- oder MP3-Spieler nutzen. Terratecs iRadio for iPod hat an der Geräteoberseite ein Dock für Apples Musikspieler. DMTechs Starry7 und Terratecs iRadio sind die einzigen Geräte, die einen USB-Host-Anschluss haben. Musik von Wechselmedien wie USB-Sticks oder MP3-Spielern lässt sich so ebenfalls wiedergeben.
Um sich gegen Küchenradios oder Radiowecker zu behaupten, müssen die Internetradios nicht unbedingt mit klanglichen Höchstleistungen aufwarten. Auf der anderen Seite möchte man sich aber beim Genießen nicht unbedingt blutige Ohren holen.
Die Klangqualität der Testkandidaten ist breit gestreut. Die scheppernde Mono-Quäke von Freecoms MusicPal markiert den audiophilen Tiefpunkt. Auf der anderen Seite der Skala überzeugt das ebenfalls mit nur einem Monolautsprecher ausgestattete tangent quattro mit einem satten, gut ausdefinierten Sound. Ebenfalls wohlklingend: das Stereo-System WFR-20 von Sangean. Nicht umsonst wird es in Großbritannien unter dem Namen WM-201 von der renommierten Radiomarke Roberts vertrieben.
Die übrigen Kandidaten schlagen sich wacker im Mittelfeld. Wem die Klangqualität der eingebauten Lautsprecher nicht genügt, kann die Geräte auch an einen externen Verstärker anschließen. Bis auf dnts IPdio, das Oxx Alto und Revos pico Wi-Fi verfügen alle über analoge Ausgänge. Terratecs iRadio kann das Signal sogar digital per optischem SPDIF ausgeben. In der getesteten Firmware-Version ließ sich der Ausgang jedoch nur gekoppelt mit dem Lautsprecher betreiben - will man Musik über den Verstärker hören, tönt gleichzeitig der Lautsprecher im iRadio. Das Problem soll mit der nächsten Firmware behoben sein. Kopfhörerausgänge bieten alle Testkandidaten.
Fazit
Der Einstieg in die Radiozukunft beginnt mit IPdios mini und Freecoms MusicPal bei Preisen um die 100 Euro. Im Vergleich zu einem UKW-Empfänger zwar teuer, dafür bekommt man bereits den vollen Zugriff auf das weltweite Musikangebot. Schade nur, das dem auf Netzwerkseite so potenten MusicPal klanglich schnell die Puste ausgeht.
Die im Mittelfeld rangierenden Reciva-Radios Starry7, Alto und blik Wi-Fi kann man sich am ehesten als Radiowecker-Ersatz vorstellen, wobei das Alto von Oxx Digital klanglich positiv auffällt. Mit dem IPdio bekommt man für zehn Euro mehr einen kompakten Empfänger mit guten Klangeigenschaften, der, sieht man vom fehlenden UKW-Tuner ab, als vollwertiger Ersatz für das gute alte Küchenradio durchgeht. Nun müsste dnt nur noch das Problem mit dem lahmen Wiedereinklinken in den Radiostrom in den Griff bekommen.
Bei Preisen jenseits der 200 Euro braucht es schon einen guten Grund, um die Anschaffung eines Tube, pico Wi-Fi, WFR-20, Quattro MKII oder iRadio for iPod vor dem Familienrat zu rechtfertigen. Die 40-Zentimeter-Tube ist sicherlich eher etwas für Individualisten, immerhin ist das Display gut ablesbar. Mit dem pico Wi-Fi ist man dank Akku im ganzen Haus mobil.
Der interessante Bereich der Zusatz- und Streaming-Dienste aus dem Netz wird am besten von Terratecs iRadio abgedeckt. Da es sich um ein deutsches Unternehmen handelt, bleibt einem der Frust interessanter, aber leider hier nicht verfügbarer Streaming-Dienste erspart. Bei den Geräten der Reciva-Familie kann man immerhin auf den Streaming-Dienst RealMusic zugreifen.
Wer seine Ohren verwöhnen möchte, kommt beim Sangean WFR-20 und tangents Quattro voll auf seine Kosten. Mit ihren sehr guten Klangeigenschaften sind sie als Küchenradioersatz fast zu schade.
Quelle: hr-online
21. April 2008
Die meisten Einbrecher kommen, während die Bewohner im Urlaub sind. Hier können Haushüter helfen: Sie schauen nach dem Rechten, kümmern sich um Haus, Garten und Haustiere. Sofern gewünscht, ziehen sie sogar vorübergehend ins Haus ein.
Bernhard Dannhof ist Haushüter in Bad Homburg und Umgebung. Auf Wunsch schaut er morgens und abends nach dem Rechten und übernimmt die Pflichten des Hausherren: “Wir sind hier in einem Haus, das ich zur Zeit betreue. Der Besitzer ist damit einverstanden, dass ich Sie mitbringe. Ich gehe zu den Fenstern und ziehe die Rollläden hoch, jetzt gehe ich durch alle Räume und überzeuge mich, ob alle Fenster und Türen geschlossen sind. Dann schaue ich, ob die Pflanzen genügend Wasser haben. In der Küche kontrolliere ich die Wasserhähne, mache kurz den Kühlschrank auf und überzeuge mich davon, dass Kühlschrank und Gefrierschrank noch laufen und nicht durch Stromausfall ausgefallen sind. Dann folgen noch das Leeren des Briefkastens und ein Rundgang durch den Garten.”
Was zu tun ist, wird genau abgesprochen
Sollte der Rasen zu hoch sein, holt Bernhard Dannhof auf Wunsch des Hausbesitzers den Rasenmäher heraus, er recht Laub zusammen oder pflückt auch schon mal reifes Obst vonBäumen und Sträuchern. Als Hilfe dient ihm eine Check-Liste, die er im Vorfeld mit dem Auftraggeber erstellt hat: “Da steht beispielsweise drin, dass ich bestimmte Blumen nur einmal in der Woche gießen darf und andere häufig gewässert werden müssen, wie Tiere zu füttern sind, oder ob Räume gelüftet werden sollen. Weitere Punkte der Checkliste: Welche Räume nicht betreten werden sollen, wann welche Mülltonnen rausgestellt werden müssen, die Adresse des Tierarztes, Ansprechpersonen vor Ort, sollte zum Beispiel ein Wasserhahn tropfen oder die Heizung ausfallen.”
Wie findet man vertrauenswürdige Haushüter?
Auf der Suche nach dem richtigen Haushüter sollten Verbraucher auf einige Dinge achten: “Der Homesitter sollte eine eigene Firma oder ein angemeldetes Gewerbe haben und sollte eine Versicherung besitzen, die haftet, wenn etwas kaputt geht. Man kann abfragen, ob er einen guten Leumund hat, das heißt ein polizeiliches Führungszeugnis. Außerdem gibt es eine Bescheinigung vom Finanzamt, dass man keine Steuerschulden hat, dass man nicht im Schuldnerverzeichnis steht, dass kein Insolvenzverfahren ansteht.” All diese Standarddokumente sollten vorgelegt werden. Daneben ist das persönliche Gespräch wichtig. Hier können sich beide Seiten besser kennen lernen.
Neben Einzelpersonen bieten auch Agenturen die Dienstleistung des Haushütens an. Einige von ihnen sind Mitglied im Verband Deutscher Haushüter-Agenturen: “Ich würde auf jeden Fall danach fragen, ob derjenige, der das Gespräch geführt hat, auch derjenige ist, der das Haus hütet. Wenn nicht, sollte ich versuchen, denjenigen kennen zu lernen, um mir ein Bild zu machen.”
Kosten für Haushüter von der Steuer absetzen
Der Preis für einen Haushüter hängt vom Umfang seiner Aufgaben ab. Kümmert er sich nur um das Leeren vom Briefkasten und Herausstellen der Mülltonnen, ist der Preis niedriger als die Komfort-Variante. Das Paket umfasst zusätzlich das Aufziehen und Herunterlassen von Rollläden, Gießen von Zimmer- und Gartenpflanzen, Rasenmähen. Zieht der Haushüter gar ein, wird es noch ein wenig teurer.
Die Kosten für einen Haushüter beginnen bei rund 50 Euro pro Tag, variieren jedoch von Anbieter zu Anbieter. Ein Preisvergleich lohnt sich immer. Haushüterkosten können bei der Einkommenssteuer geltend gemacht werden. 20 Prozent der Aufwendungen, maximal 600 Euro jährlich können von der Einkommenssteuer abgezogen werden.
14. April 2008
Vielen ist sie ein Graus - die Steuererklärung: Was ist neu in 2008? Was kann man absetzten, was zählt zu Sonderausgaben und Werbungskosten? Was ist Steuerhinterziehung? “service: trends” hat die wichtigsten Tipps zusammengefasst.
Es gibt zwar einige Verschlechterungen, doch von mehreren Gesetzesänderungen können viele Steuerzahler sogar profitieren. In Sachen Pendlerpauschale kann es gut sein, dass Sie doch wieder für jeden gefahrenen Kilometer 0,30 Euro absetzen können. Es gibt Steuervergünstigungen für Spender und ehrenamtlich Tätige. Außerdem dürfen Sie sich bei der Altersvorsorge über Steuervorteile freuen.
Was bedeutet „von der Steuer absetzen“?
„Von der Steuer absetzen“ heißt: Sie können bestimmte Kosten, etwa für Altersvorsorge, Versicherungen, Kinderbetreuung etc., steuermindernd geltend machen. Zusammenaddiert und von den Einnahmen abgezogen mindern diese Kosten die Bemessungsgrundlage für die Steuern, die Sie zahlen müssen.
Für Sie bedeutet das, dass Sie Geld vom Finanzamt zurückbekommen. Die Summe, die von den Finanzbehörden im Zuge der Steuererklärungen Jahr für Jahr an die Bürger zurückgezahlt wird, beträgt rund 20 Milliarden Euro. Rein statistisch beläuft sich die Höhe der Rückzahlung auf rund 800 Euro pro Steuerfall.
Seite: [1] 2 3 4 5 >>
02. April 2008