Gartenarbeit - Zeit für Baumpflege
20.Februar 2008
Der Frühling kommt. Höchste Zeit für Obstbaumpflege: Schnittarbeiten, Weißanstrich und Schädlingsbekämpfung können auch bei Kälte erledigt werden.
Rinde abkratzen
Im Februar sollte man sich um die Stämme kümmern: An Obstbäumen werden lose Rindenteile einfach abgekratzt - natürlich ohne die intakte Rinde zu verletzen. So entfernt man Schädlinge samt Gelegen, wie z. B. die Rote Spinne, die sich unter den Rindenschuppen vermehren oder weiter entwickeln kann. Bei starkem Befall durch die Rote Spinne oder die Große Obstbaumschildlaus würden Baum und später auch das Obst Schaden nehmen. Auch die Blutlaus könnte nach ihrer Entwicklung die Triebe schädigen.
Wichtig: Das abgekratzte Rindengut muss unbedingt in die Restmülltonne! Damit verhindert man einen erneuten Befall durch die Schädlinge. Auch Baumkronen und Äste sollte man genau betrachten, denn auch sie können befallen sein. Werkzeuge für die Stammpflege, wie Drahtbürsten gibt es ab zwei Euro, Rindenkratzer kosten zwischen zehn und 25 Euro.
Ein Weißanstrich schützt vor Sonnenbrand
Jetzt ist auch die richtige Zeit für einen Weißanstrich der Bäume. Im ausklingenden Winter, wenn die Nächte noch kalt sind, am Tag aber schon kräftig die Sonne scheint, erhitzt sich dunkle Rinde sehr schnell. Dieser extreme Temperaturanstieg führt zum senkrechten Aufplatzen der Rinde. Um das zu verhindern, wird der Baumstamm weiß gestrichen. So wird das Licht reflektiert, und der Stamm heizt sich nicht so stark auf. Einen Weißanstrich kann man aus Kalk und Molke selbst herstellen. Fertigprodukte gibt es zwischen sechs und neun Euro. Für einen Baum braucht man je nach Stammstärke zwischen 150 und 200 Gramm.
Auch Stachelbeeren brauchen Pflege
Obstgehölze lassen sich im Februar ebenfalls gut pflegen bzw. schneiden, wie z.B. Stachelbeeren. Wichtig ist das Freischneiden, damit man später beim Pflücken wieder gut in den Busch hineingreifen kann. Bei vielen Stachelbeeren hat sich auf der oberen Spitze der amerikanische Stachelbeermehltau etabliert. Um diese Infektionsquellen für dieses Jahr zu entfernen, werden die Spitzen abgeschnitten oder der gesamte Trieb um circa ein Drittel gekürzt. Die abgeschnittenen Spitzen kann man auf den Komposthaufen geben. Der Pilz stirbt ohne Saftfluss in kurzer Zeit ab. Nun ist wieder genügend Platz für neue Triebe, die in den kommenden Monaten frei nach oben wachsen können. Positiver Nebeneffekt: Bei der nächsten Ernte sticht man sich nicht mehr so oft an den Dornen.
Artikel gespeichert unter: Allgemein/ Lifestyle Magazin



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