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Monatsarchiv für Oktober, 2007

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Band 7)

Die Ausgangslage im letzten Harry-Potter-Band ist düster wie nie: Voldemorts Anhänger haben inzwischen die zentralen Schaltstellen der Macht übernommen und verbreiten Angst, Schrecken und Tod. Hogwarts steht Harry als Rückzugsmöglichkeit nicht mehr zu Verfügung. Und das Haus der Dursleys wird von seinem siebzehnten Geburtstag an ebenfalls nicht mehr sicher sein. Harrys Transport aus dem Ligusterweg wird lange und ausgeklügelt vorbereitet, gerät aber wegen eines Verräters bereits zu einer mittleren Katastrophe. Und kurz darauf sind Harry, Ron und Hermine ganz auf sich gestellt. Ständig auf der Flucht, müssen sie Voldemorts Horcruxe finden und zerstören.

Doch die Suche zieht sich quälend dahin, scheint mehr als einmal sogar gänzlich aussichtslos. Und dann kommt es auch noch zu einem folgenschweren Streit zwischen den drei Freunden … Doch als Harry bereits überzeugt ist, dass er Dumbledores Mission nicht wird erfüllen können, erfährt er von den Heiligtümern des Todes. Könnten sie die Wende im Kampf gegen Voldemort bringen? Oder sind diese Wunderwaffen nur die Erfindung eines Märchenerzählers? Viel wurde spekuliert über das Ende der Geschichte um Harry Potter. Es zeugt eindrucksvoll von Joanne K. Rowlings schriftstellerischem Können, dass sie es schafft, nicht nur eine, sondern gleich mehrere Überraschungen in das Finale einzubauen, mit denen niemand gerechnet hat. Und wenn auch nicht jede Lösung zu jeder der Hauptfiguren alle LeserInnen gleichermaßen zufrieden stellen wird, so sind sie doch alle im Sinne der Geschichte überzeugend und konsequent.

Nach einer längeren Phase der quälenden Suche, in der Harry sich vor allem psychologisch auf den unausweichlichen Kampf am Ende einstellt (und auf eine nahezu unmenschliche Anforderung, von der er erst sehr spät erfährt), kommt es zu dem Finale, das unerhört dramatisch und spannend verläuft und einige unglaubliche, aber absolut glaubwürdige Wendungen enthält. Auch die bislang noch offenen Fragen werden beantwortet, vor allem natürlich die zentrale: Kann Harry überleben und Voldemort trotzdem ausschalten? Der Prophezeiung zufolge ist das ja unmöglich …

Joanne K. Rowling beschert uns ein furioses und in jeder Hinsicht würdiges Finale der berühmtesten Buchserie der Welt. Und trotz vieler Katastrophen, unbequemer Enthüllungen und, ja, auch einiger Todesfälle darf man wohl zumindest so viel verraten: Es ist in mehr als einer Hinsicht auch ein Happy End. – Gabi Neumayer

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jetzt kommentieren? 29. Oktober 2007

Luxemburg - Europäische Kulturhauptstadt 2007

Das einzige Großherzogtum weltweit hat viel zu bieten: eine wunderbare Küche, weltoffene Einwohner und eine verblüffend abwechslungsreiche Landschaft und eine Hauptstadt, in der Kunst und Kultur gelebt und gepflegt werden.

Das Großherzogtum Luxemburg ist mit einer Fläche von 2.586 km² der zweitkleinste Staat der EU. Zusammen mit Belgien und den Niederlanden bildet es die Beneluxstaaten. Es grenzt an Belgien, Frankreich und an die beiden bundesdeutschen Länder Saarland und Rheinland-Pfalz. Umgangssprache ist nach wie vor Luxemburgisch, dominant sind aber Deutsch und Französisch, wobei Französisch offizielle Amtssprache ist.

Luxemburg-Stadt ist überschaubar und klein, ja geradezu winzig für eine Stadt von Weltruf. Die 82.000 Einwohner sind vielleicht auch der Grund dafür, dass hier alles gediegen und gemütlich ist. Der Ardenner Graf Siegfried errichtete im Jahr 963 auf dem Bockfelsen seine Burg („Lucilinburhuc“), die somit zur Wiege der Stadt Luxemburg wurde. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurden auf der Westseite eine zweite und dritte Ringmauer angelegt. Eine sichere natürliche Verteidigung bildeten die Felsen der Flusstäler von Alzette und Petrusse.

Doch auch diese beachtlichen Befestigungen konnten die Burgunder 1443 nicht daran hindern, die Stadt zu überfallen. Luxemburg nahm eine wichtige strategische Stellung auf dem europäischen Schachbrett ein und wurde vier Jahrhunderte lang von den besten Ingenieuren aus Burgund, Spanien, Frankreich, Österreich und Deutschland zu einer der stärksten Festungen ausgebaut, dem „Gibraltar des Nordens“. 1994 wurden die Altstadt Luxemburgs, die Kasematten und die Überreste der Festungsanlagen von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Der besondere Reiz der Stadt liegt in dem Zusammenspiel von Ober- und Unterstadt. Von der Corniche – den Resten der alten Befestigungsanlage Lützelburg, hat man einen wundervollen Blick auf die Altstadt, die Unterstädte Grund, Clausen und Pfaffenthal mit ihrem dörflichen Charakter, auf den Kirchberg mit dem Europa-Zentrum und auf den Eisenbahnviadukt.

Zu den architektonischen Highlights des Kirchbergs, Sitz einiger Institutionen der Europäischen Union, gehören die Philharmonie und das Museum für moderne Kunst - MusĂ©e d’Art Moderne Grand-Duc Jean (Mudam) – Architekt Leoh Ming Pei. Die Philharmonie ist ein Bauwerk des Stararchitekten Christian de Portzamparc. Die phantastische Akustik dieser Klangkathedrale macht Konzerte zu einem faszinierenden Erlebnis.

Philharmonie Luxembourg - Etablissement public Salle de Concerts
Grande-Duchesse Joséphine-Charlotte
1, place de l’Europe
L - 1499 Luxembourg
Tel.: +352 - 26 02 27-1
Fax: +352 - 26 02 27-990
www.philharmonie.lu
info@philharmonie.lu

Mudam
3 Parc Dräi Eechelen
L - 1499 Luxembourg
Tel.: +352 – 45 37 85 1
www.mudam.lu
info@mudam.lu

Der Grund ist mittlerweile eine angesagte Adresse. Mit der Folge, dass chice Leute heute freiwillig von oben nach unten ziehen, in das ehemalige Quartier der Handwerker. Und seit in der Abtei von Neumünster nicht mehr die Verbrecher einsitzen, schlägt hier, in schönster Lage, das kulturelle Herz der Stadt.

Centre Culturel de Rencontre Abbaye de Neumünster (CCRN)
28, rue Münster
L - 2160 Luxembourg
Tel.: +352 - 26 20 52-1
Fax: +352 - 26 20 19 80
www.ccrn.lu
contact@ccrn.lu

Das kleine Städtchen Beaufort liegt auf einer Höhe von 409 Metern, eingebettet in der romantischen Wald- und Felsenlandschaft der „Kleinen Luxemburger Schweiz“. Hier im Müllerthal, nordöstlich der Hauptstadt gelegen, soll sich angeblich die schönste Ruine Luxemburgs befinden – die Burg Beaufort. Die eindrucksvollen Ruinen der Ritterburg aus dem 12. Jahrhundert sowie die neugotische Kirche sind zu besichtigen. Das Renaissanceschloss aus dem 17. Jahrhundert wird heute noch bewirtschaftet. Der „Cassis de Beaufort“, ein Likör aus schwarzen Johannisbeeren ist die Spezialität vor Ort.

Syndicat d’Initiative et de Tourisme Beaufort a.s.b.l.
87, Grand-Rue
L – 6310 Beaufort
Tel.: +352 – 83 60 99 301
Fax: +352 – 86 94 14
www.beaufort.lu
info@beaufort.lu

Auf dem Weg nach Norden in den Ösling, einem Ausläufer der Ardennen, ist die Strecke entlang der deutschen Grenze besonders reizvoll. Hier tauchen die künstlerischen Ausrufezeichen des internationalen Projektes „(H)art an der Grenze“ auf.
(www.hartandergrenze.eu)

Auf dem Land keimt eine neue Bewegung, die sich der natürlichen Vielfalt verschrieben hat. Der Betrieb „Am Gärtchen“ in Allerborn gehört dazu. Ziel der Organisation ist die Produktion von Bio-Gemüse und die Wiederbelebung alter, schon fast vergessener Sorten.

Am Gärtchen
5, route de Bastogne
L - Allerborn
Tel.: +352 – 26 91 44 07
Fax: +352 – 94 91 89
(Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 9 - 17 Uhr,
Verkauf von Setzlingen, Blumen und Kräutern)

Restaurantadresse des Sterne-Kochs Hans Poppelaars und das Rezept der im Beitrag vorgestellten Vorspeise:

Hôtel - Restaurant Manoir Kasselslay – Maryse et Hans Poppelaars-Hacart
Maison 21
L – 9769 Roder
Tel.: +352 – 95 84 71
Fax: +352 – 26 95 02 72
www.kasselslay.lu
contact@kasselslay.lu

In Hoscheid, mitten im Naturpark Our, erwartet den Besucher ein 6,5 Kilometer langer Klang-Rundwanderweg in landschaftlich reizvoller Umgebung. Künstler aus dem In-und Ausland haben 14 Klangelemente geschaffen, die zum Hinhören, Musikmachen und Genießen inspirieren.

Naturpark Our
Kierchenstrooss 2
L - 9753 Heinerscheid
Tel.: +352 – 90 81 88 33
www.klanglandschaften.lu
info@naturpark-our.lu

Was die Unterkunft betrifft, so kann man in Luxemburg sowohl in der Jugendherberge als auch im Luxushotel nächtigen. Hier zwei Preisbeispiele: Im zentral gelegenen Grand HĂ´tel “Victor Hugo” zahlt man pro Nacht ab 160 Euro inklusive Frühstück für zwei Personen. Im “Hotel du Commerce” in Clervaux, im Norden des Großherzogtums, kostet das Doppelzimmer je nach Kategorie zwischen 80 und 140 Euro inklusive Frühstück. In dem gastfreundlichen Haus das außerdem verschiedene Arrangements anbietet gibt es auch ein Hallenbad mit Wellnessbereich.

Grand Hotel Victor Hugo
Av. Victor Hugo, 3-5
L - 1750 Luxembourg
Tel: +352 – 26 27 440
Fax: +352 – 26 86 47 30
www.grandhotelvictorhugo.lu
info@grandhotelvictorhugo.lu

Hotel du Commerce
2 rue de Marnach
L - 9709 Clervaux
Tel: +352 – 92 91 81
Fax: +352 – 92 91 08
www.hotelducommerce.lu
info@hotelducommerce.lu

jetzt kommentieren? 24. Oktober 2007

Neue Streiks, Lokführer entlassen

Der Tarifstreit zwischen der Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL verschärft sich. Am Donnerstag und Freitag wird wieder bundesweit gestreikt. Die Bahn hat zwei Lokführern fristlos gekündigt.

Ein Lokführer wurde nach Aussage von Unternehmenssprecher Uwe Herz fristlos entlassen, weil er bei dem Streik am 3. Juli einen leeren Intercity-Zug auf einer eingleisigen Strecke stehen ließ. “Er war zweieinhalb Stunden nicht über Funk erreichbar”, sagte Herz. “Wir mussten vom Schlimmsten ausgehen.”

Der Streikende habe damit einen sicherheitsrelevanten Verstoß begangen. Die zweite fristlose Kündigung sei aus ähnlichem Grund erfolgt. Herz dementierte Informationen des Bielefelder “Westfalen-Blatts”, wonach gegen mindestens zehn Lokführer die fristlose Kündigung eingeleitet und bereits mehr als 200 Lokführer abgemahnt worden seien.

Die GdL teilt diese Auffassung nicht. Eine Gefahr sei von dem auf freier Strecke gestoppten Zug nicht ausgegangen, erwiderte Gewerkschaftssprecher Frank Schmidt.

Quelle: hr-online

jetzt kommentieren? 22. Oktober 2007

Nebenkosten - Damit Sie Ihr Geld nicht verheizen

Viele Haushalte werden mit der nächsten Heizkostenabrechnung eine böse Überraschung erleben. Doch das muss nicht sein. Mit einfachen und günstigen Mitteln lassen sich die Heizkosten um bis zu 30 Prozent reduzieren. Und nebenbei wird auch noch die Umwelt geschont.

Heizung und Heizkörper

Besorgen Sie sich haushaltsübliche Alufolie. Auch alubedampfte Dämmfolie eignet sich für den Zweck. Sie ist in jedem Baumarkt erhältlich. Bringen Sie diese Folie hinter den Heizkörpern an. Die Folie reflektiert die Wärmestrahlung nach innen. Der geldwerte Vorteil für Sie: Es kann weniger Wärme nach außen dringen und die Wohnung wird schneller warm.

Verdecken Sie angebrachte Heizkörper nicht. Es entsteht ein Wärmestau, der Geld kostet. Auch der Regler (Thermostat) muss frei sein. Gardinen führen zu Fehlfunktionen des Reglers. Unter Umständen registriert er zu kalte Luft und heizt zusätzlich.

Ein weiterer Tipp: Der Kauf von ein paar billigen Raumthermometern. Denn Energieexperten haben nachgewiesen, dass wir unsere Räume um zwei bis vier Grad höher heizen, als wir müssten. Wer die Raumtemperatur nur um 1 Grad reduziert, spart sechs Prozent der Heizkosten. Wenn Sie länger abwesend sind, drehen Sie Ihre Heizung runter. Achten Sie aber darauf, dass die Wohnung nicht völlig auskühlt. Es können Frostschäden an Wasserleitungen entstehen.

Fenster und Türen

Rollen vor den Türen sind, auch wenn es altmodisch anmutet, durchaus sinnvoll. In Baumärkten gibt es leicht montierbare Türdichtungen, die nur noch zugeschnitten werden müssen und dann aufgeklebt werden können. Sinnvoll sind die Maßnahmen bei Türverbindungen zum Außenflur und zur Terrasse bzw. zum Balkon.

Ziehen Sie nach Einbruch der Dunkelheit die Vorhänge zu oder lassen Sie die Rollläden herunter. Auch so können Sie Wärmeverluste senken.

Denken Sie an Ihre Kunststoffdichtungen an Fenstern und Türen. Denn diese werden schon nach wenigen Jahren porös und undicht. Kälte kann wieder ungehindert in Ihre Wohnung dringen.

Sinnvoll bei älteren, teilweise nur einfach verglasten Fenstern ist so genannte Fenster-Isolier-Folie. Diese Spezialfolie ist im Handel erhältlich und wird mit einem Klebestreifen auf die Innenseite des Fensterrahmens angebracht. Dadurch erreicht man eine günstige Doppelverglasung. Falten in der Folie werden am Schluss einfach weggefönt.

Lüften Sie richtig, denn gekippte Fenster sind Energiefresser. In dauerhafter Kippstellung heizen Sie ihr Geld sprichwörtlich zum Fenster hinaus. Lüften Sie kurz und kräftig, am besten mit Durchzug und drehen Sie dabei die Heizung herunter.

Sparen mit Holz

Interessant für Hausbesitzer: der Holzofen. Er spart zwischen 20 und 30 Prozent Heizkosten. Und zwar, wenn man zugrunde legt, dass man sich das Holz zugeschnitten und getrocknet frei Haus liefern lässt. Wer das Holz selbst zerkleinert und erst einmal ein bis zwei Jahre trocknet, der spart teilweise 50 Prozent. Vor dem Kauf eines Ofens sollte man aber vom Fachmann klären lassen, ob die technischen Voraussetzungen (freier Schornsteinzug) für den Anschluss gegeben sind. Auch beim Kauf des Ofens sollte man auf gutes Heizverhalten achten.

Autor: Stefan Venator

jetzt kommentieren? 18. Oktober 2007

Hygiene im Haushalt - Versteckte Keime in Schwamm und Schneidebrett

Die meisten Küchen sehen zwar blitzblank aus, sind es aber gar nicht: Trotz regelmäßigen Putzens tummeln sich dort schnell Millionen Mikroorganismen. Experten schätzen sogar, dass 70 % der Magen-Darm-Erkrankungen durch Hygieneprobleme “hausgemacht” sind.

Vor allem Kinder und ältere Menschen mit schwachen Abwehrkräften können durch Keime aus scheinbar sauberen Küchen krank werden. Problem erkannt, Gefahr gebannt: Schon einfache Verhaltensregeln reduzieren Keime- und Bakterienherde in der Küche – für Kochen ohne böses Nachspiel.

Regel Nr. 1: Hände immer richtig waschen

Diese Regel kennt jeder, wird aber manchmal vergessen. Außerdem sollte man beachten: Schmuck und Ringe haben in der Küche nichts zu suchen! Die Bereiche zwischen Haut und Schmuck werden häufig feucht und sind so potentielle Infektionsherde.

Regel Nr. 2: Richtig kühlen und auftauen

Eier, Milchprodukte und Fleisch nach dem Einkaufen schnellstmöglichst zu Hause in den Kühlschrank legen. Tiefkühlprodukte sollte man immer langsam im Kühlschrank auftauen und dann sofort verarbeiten, denn je langsamer Lebensmittel auftauen, umso weniger Bakterien bilden sich.
Vorsicht mit Tauwasser! Aufgetautes Fleisch sollte man am besten mit Küchenkrepp abtupfen oder über der Spüle abwaschen, dann den Ausguss direkt mit heißem Wasser nachspülen. Gelangt das Tauwasser ersteinmal auf die Arbeitsplatte, landen Keime oder Salmonellen schnell auch in anderen Lebensmitteln.

Regel Nr. 3: Küchenutensilien richtig benutzen

Nie die gleichen Messer für Gemüse und Fleisch oder Geflügel verwenden. Dies gilt auch für das Schneidebrett. Wo das Fleisch lag, darf im Anschluss nicht die Paprika drauf. Solch unhygienische Handhabe würde Mikroorganismen von einem Lebensmittel aufs andere übertragen.
Nach weiteren Tipps und Tricks in Sachen Haushalt und Hygiene haben wir Sylvia Becker-Pröbstel, Diplom–Oecotrophologin aus Bad Vilbel, gefragt:
Was sollte man im Umgang mit Lappen und Handtüchern beachten?

Geschirrlappen und Bodentücher sehen oft sauberer aus, als sie es wirklich sind. Werden sie mehrmals oder gar über Wochen benutzt, verteilen wir Tag für Tag Keime überall in der Küche – da könnte man sich das Abwaschen und Putzen auch gleich sparen. Deshalb: Die Lappen jeden Tag wechseln! Die meisten Lappen und Schwämme sind waschbar, also ab in die Waschmaschine – und schon ist eine große Keimquelle ausgeschaltet.

Auch Küchenhandtücher werden häufig viel zu lange benutzt. Tücher, die nicht speziell für einen Zweck (z.B. Gläser polieren) verwendet werden, sollten täglich getauscht werden. Denn die ganze Familie putzt sich daran ihre Finger ab, wischt mal schnell über die feuchte Arbeitsfläche und trocknet vielleicht auch noch einen Topf damit ab. Alle Reste – von zum Beispiel nicht ganz sauber gespülten Küchenutensilien - hängen in den Handtüchern: wie unhygienisch! Deshalb lieber öfter waschen.

Wie oft müssen Küchenfußboden und Arbeitsplatte wirklich gereinigt werden?

Wer täglich in der Küche steht und werkelt, sollte Boden und Küchenplatte auch täglich wischen. Sonst verteilt man Schmutz in der ganzen Wohnung und Mikroorganismen fühlen sich mit jedem Tag, an dem nicht gewischt wurde, wohler.

Für die tägliche Küchenhygiene braucht es keine scharfen Reinigungsmittel, umweltverträgliche tun es auch. Studien zeigen: Wir Europäer benutzen zuviel und zu scharfe Mittel! So schaffen wir uns ein absolut steriles Klima und unsere Abwehrkräfte verlernen, mit kleineren Mengen an Keimen umzugehen – Erkrankungen sind programmiert.

Es geht also mehr darum, Keimherde zu reduzieren und da reichen milde Reinigungsmittel wie Essigreiniger, Schmierseife o.ä. völlig aus. Desinfektionsmittel wie Sakrotan sollten eher die Ausnahme sein – z.B. nach einer Magen-Darm-Erkrankung. Und wenn man schon dabei ist: Türklinken und Lichtschalter nicht vergessen. Klinken und Schalter werden fast am häufigsten berührt und dafür am seltensten geputzt.

Der Kühlschrank soll Lebensmittel vorm Verderben durch Keime schützen, wie schützt man den Kühlschrank selbst vor Keimen?

Auch im kalten Kühlschrank-Klima vermehren sich Keime! Am besten einmal die Woche auswischen und spätestens alle vier Wochen ordentlich ausputzen. Das geht gut mit Essigreiniger.

Beim Zubereiten und Schneiden von Lebensmitteln: Was ist besser: ein Holz- oder Kunststoffbrett?

Selbst professionelle Köche glauben oft noch daran, dass Holzbretter wegen ihrer Struktur schneller verunreinigen. Von wegen! Untersuchungen zeigten: Auf dem Holz leben viel weniger Bakterien. Gerade weil Holz so rau ist, trocknet es rstaunlicherweise schneller als Kunststoff. Keime fühlen sich also nicht mehr wohl, sie haben keinen Nährboden mehr.
Entscheidend für die Anzahl der Mikroorganismen auf den Brettern ist also nicht das Material, sondern entscheidend sind die Rillen und Furchen. Je tiefer, um so schlechter. Deshalb öfter das Alte ausmustern.

Autorin: Barbara Berner

jetzt kommentieren? 15. Oktober 2007

Wo kommt der Pfeffer her?

„Geh doch dahin, wo der Pfeffer wächst!“ – sagt man und meint damit das andere Ende der Welt. Damit liegt man auch geographisch ziemlich richtig, denn die Anbauländer des Pfeffers sind Vietnam, Indien, Indonesien, Malaysia, Brasilien, Thailand und China.

Jedes Land zeichnet sich durch ein eigenes Pfeffer-Aroma aus. Brasilianischer Pfeffer ist beispielsweise der mildeste von allen. Bei den Pfeffersorten im Supermarkt steht kein Herkunftsland auf den Verpackungen, das muss nicht ausgezeichnet sein. Die großen Unternehmen kaufen den Pfeffer für ihre Produktion aus den Ländern, wo er gerade am günstigsten ist, nicht unbedingt am besten. Nur in Gewürzgeschäften bekommt man Pfeffer aus verschiedenen Ländern zu kaufen.

Die Pfefferproduzenten liefern jährlich 160.000 Tonnen Pfeffer an den Weltmarkt und daraus lässt sich seine Bedeutung erschließen: In der westlichen Küche ist Pfeffer das Universalgewürz schlechthin und wird vor allem zur Geschmackssteigerung verwendet. Schwarzer Pfeffer ist bei der Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren oder Käse unentbehrlich. Für gute Hausmannskost gilt das genauso wie für die Haute Cuisine: Eine Prise Pfeffer gehört fast zu jedem Gericht. Wenn er fehlt, wird es oft als fade empfunden.

Welche Pfeffersorten gibt es?

Alle “echten Pfeffer” stammen von den Pfeffergewächsen (Piperacea), einer Pflanzenfamilie mit etwa 700 Arten. Der immergrüne tropische Pfefferstrauch ist ein Schlinggewächs, das sich an Bäumen empor rankt oder an Stützpfählen kultiviert wird. Er kann bis zu zehn Meter hoch werden. Drei Jahre nach der Pflanzung trägt der Strauch die ersten Früchte, die in Beeren dicht zusammenstehen.

Die Pfefferbeeren bestehen aus kleinen runden Steinfrüchten, die sich im Laufe des Reifungsprozesses von grün über gelb nach rot verfärben. Erst vom dritten Jahr ab trägt der Pfefferstrauch seine Beeren, die in Rispen herunterhängen - ähnlich wie Johannisbeeren. Blüte und Ernte liegen etwa drei Monate auseinander, so dass dreimal im Jahr geerntet werden kann. Da der Pfefferstrauch auf ein tropisches Klima angewiesen ist, gedeiht er nicht in unseren Gefilden.

Grüner Pfeffer:
Der im Handel erhältliche grüne Pfeffer wird in unreifem Zustand geerntet. Er wird meist in Essig oder Salzlake eingelegt - oder gefriergetrocknet angeboten. Sein Aroma ist frisch-fruchtige, manchmal etwas grasig. Bei Sahnesoßen, Gebäck oder Fleisch kommt das Aroma ideal zur Geltung und diese Gerichte kann man damit prima verfeinern.
Der Vorteil vom grünen Pfeffer ist der, dass die Schärfe noch nicht so stark ausgeprägt ist. Bei Menschen, die einen empfindlichen Magen haben oder die Schärfe nicht so gut vertragen ist grüner Pfeffer daher empfehlenswert. Allerdings hat grüner Pfeffer nur die Hälfte des möglichen Piperingehaltes. Es fehlt ihm also ein großer Teil der gesunden ätherischen Öle.
Preis: ab ca. 3 Euro pro 50 g.

Schwarzer Pfeffer:
Schwarzer Pfeffer (Piper nigrum) ist das wichtigste Gewürz in der westlichen Küche. Er wird recht kurz vor der Reife geerntet, dann fermentiert und getrocknet. Dabei verfärbt er sich schwarz und bekommt seine runzelige Oberfläche. Weil das Fruchtfleisch und die Haut der Pfefferbeere mit eintrocknen, bleibt der volle Piperingehalt und auch die Wirkstoffe aus dem Fruchtfleisch erhalten. Das heißt: Schwarzer Pfeffer wirkt mit maximaler Kraft antioxidativ und verdauungsfördernd. Ebenso hat er bei voller Schärfe auch das volle Aroma.
Preis: ab ca. 1,25 Euro pro 50 g.

Weißer Pfeffer:
Für weißen Pfeffer lässt man die Pfefferbeeren ausreifen, wässert sie nach der Ernte und entfernt durch Reiben und Spülen die Haut und das Fruchtfleisch. Durch das Schälen sind die weißen Pfefferkörner etwas kleiner, kugeliger und glatter als die schwarzen. Der weiße Pfeffer ist dadurch auch am mildesten. Allerdings hat er daher auch nur etwa Âľ der Wirkstoffe des Pfeffers, er ist also weniger gesund.
Preis: ab ca. 3,25 Euro pro 100 g.

Roter Pfeffer:
Roter Pfeffer ist eine Rarität, die nur in Gewürzläden erhältlich ist. Er hat ein frisches, vollreifes und scharfes Aroma. Dabei variieren Geschmack und Schärfegrad je nach Anbaugebiet. Roter Pfeffer wird in vollreifem Zustand geerntet, das Fruchtfleisch bleibt an den Körnern. Die darin enthaltenen Antioxidantien und Mineralien können somit ihre gesamte positive Wirkung auf das Immunsystem entfalten.
Dadurch, dass der rote Pfeffer am längsten gereift ist, hat der die größtmögliche Anzahl an gesundheitsfördernden Stoffen. Er ist also extrem verdauungsfördernd und schützt optimal die inneren Organe vor vorzeitiger Alterung. Allerdings ist er auch sehr teuer und nur selten in gut sortierten Gewürzläden erhältlich.
Preis: ab ca. 3,95 Euro pro 65 g (eingelegt im Glas)

jetzt kommentieren? 13. Oktober 2007

Autobahn wegen Explosionsgefahr gesperrt

Schwerer Lastwagenunfall auf <br /> der Autobahn 3 (Bild:  picture-alliance/dpa)

Bei einem Unfall mit einem Gefahrgut-Transporter ist auf der A3 bei Idstein brennbare Flüssigkeit ausgelaufen. Die Autobahn wurde in beide Richtungen gesperrt. Erst nach Mitternacht sollte der Verkehr wieder frei gegeben werden.

Bei dem Unfall hatte ein 59 Jahre alter Lastwagenfahrer zwischen Bad Camberg und Idstein die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war in die Mittelleitplanke geprallt. Dabei verlor er mehrere Behälter mit einer brennbaren Flüssigkeit. Der Lastwagenfahrer wurde in eine Klinik gebracht. Der Verkehr staute sich zeitweise auf 20 Kilometern. Für zwei Stunden war auch der Zugverkehr auf der parallel verlaufenden ICE-Trasse unterbrochen.

Bei der Flüssigkeit handelte es sich um Diisopropylether. Das ist ein Lösungsmittel, das in der pharmazeutischen und chemischen Industrie genutzt wird. Die Feuerwehr schickte Spezialkräfte, um die Flüssigkeit von der Fahrbahn zu bekommen.

Wie die Polizei weiter meldete, waren auch die Umleitungsstrecken überlastet. Wenn möglich, sollte die Unfallstelle weiträumig umfahren werden. In Richtung Frankfurt wurde empfohlen ab Dernbacher Dreieck über die A48 bis Kreuz Koblenz und weiter über die A61 Richtung Rhein-Main-Gebiet zu fahren. In Richtung Köln: über die A60 bis Dreieck Nahetal und weiter über die A61 Richtung Ruhrgebiet.

Quelle: hr-online

jetzt kommentieren? 13. Oktober 2007

Wirbel um Eva Herman

Der Auftritt von Eva Herman beim “Forum Deutscher Katholiken” am Wochenende in Fulda ist vom Zentralrat der Juden scharf kritisiert worden. Der tosende Beifall für die Buchautorin sei ein Armutszeugnis für die Teilnehmer, sagte Vizepräsident Dieter Graumann.

Wirbel um Eva Herman (Bild:  picture-alliance/dpa)

Nachdem Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) wegen Hermans Auftritt bereits im Vorfeld seine Schirmherrschaft für den Kongress zurückgezogen hatte, legte nun Graumann nach: Der “tosende Beifall” für Herman auf dieser Veranstaltung sei nicht nur ein Armutszeugnis für die Teilnehmer, “sondern auch eine Ohrfeige für all diejenigen, die sich über 60 Jahre in der Aufarbeitung der Nazi-Diktatur engagiert haben”, kritisierte Graumann.

“Völlig zu Recht entlassen”

Herman hatte in Fulda zu den Themen Liebe, Familie und Kinder gesprochen. 700 Besucher lauschten 40 Minuten lang den Ausführungen der ehemaligen “Tagesschau”-Sprecherin, der am 9. September nach missverständlichen Äußerungen über die NS-Familienpolitik vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) gekündigt worden war.

“Frau Herman wurde völlig zu Recht entlassen, nicht etwa, weil sie die Grundwerte von Ehe, Familie und Kindern propagierte, sondern weil sie den Ursprung dieser Werte in direkten Zusammenhang mit nationalsozialistischer Familienideologie brachte und diese damit teilweise verherrlichte”, so Graumann. Herman hatte dies stets bestritten: “Ich bin falsch wiedergegeben worden”, verteidigte sich die 48-Jährige.

Kritik übte Graumann auch am Fuldaer Kongressleiter Alois Konstantin Fürst zu Löwenstein, der Herman als “tapfere Frau” bezeichnet hatte. Es scheine “ein seltsamer Geist in der Leitungsspitze” des Forums Deutscher Katholiken zu herrschen, rügte der Vizepräsident des Zentralrates.

Kerner schließt Herman aus Sendung aus

Zu einem Eklat kam es auch am Dienstagabend in der ZDF-Talkshow von Johannes B. Kerner: Der Moderator schloss Herman aus seiner Gesprächsrunde aus. Zunächst war die Autorin mehrfach eine Antwort auf die Frage schuldig geblieben, ob sie ihre umstrittenen Äußerungen zur Familienpolitik der Nationalsozialisten wiederholen würde. Als Herman schließlich sagte, wenn man nicht über die familiären Werte der Nazis reden dürfe, könne man auch nicht über die Autobahnen sprechen, die im “Dritten Reich” gebaut wurden, wurde es Kerner zuviel. Er verabschiedete Herman aus der Gesprächsrunde.

jetzt kommentieren? 10. Oktober 2007

M-Audio Axiom Controller-Keyboard


Die mobilen USB-MIDI-Controller-Keyboards der Axiom-Serie sorgen dafür, dass Sie das Beste aus Ihrer MIDI-Umgebung herausholen können. Eine halbgewichtete Klaviatur mit zuweisbarem Aftertouch erlaubt die Programmierung ausdrucksstarker Synth- und Piano-Passagen. Rhythmen können komfortabel über acht Trigger-Pads programmiert werden, mit denen Sie außerdem Samples und optische Effekte triggern können.

Das MIDI-Studio voll im Griff

Die Axiom-Controller-Keyboards bieten acht Drehregler für die Programmierung von Synth-Parametern und Software-Mixer-Einstellungen (Pan, Effekt-Sends u.a.) sowie neun Fader für die Steuerung eines Software-Mixersoder Orgel Zugriegel. Das Spektrum der MIDI-Controller-Funktionen wird weiter ergänzt durch 15 Taster*, Pitch- und Modulationsrad sowie Anschlüsse für Sustain- und Expression-Pedale. Trotz der vielfältigen Programmierungsmöglichkeiten ist die Zuweisung der Parameter denkbar einfach. Sämtliche Controller können flexibel mit freien MIDI-Parametern programmiert werden, wobei die Steuerung kanalgetrennt erfolgt. Mit diesen Features sind Ihrer Kreativität praktisch keine Grenzen gesetzt.

 

Intuitive Front-Panel-Programmierung

 

Die hintergrundbeleuchtete LC-Display der Axiom-MIDI-Controller gewährleistet vollen Überblick bei der MIDI-Programmmierung. Zusätzlich bieten die 49- und 61-Tasten-Modelle ein frontseitiges Kontrollfeld mit zehn Tastern für direkte Eingaben. Weitere neun Taster sorgen für den schnellen Zugriff auf die gängigsten Funktionen wie Preset, Program Change, MIDI Channel, Octave Up / Octave Down und Transpose Up/Transpose Down. Der Controller-Mute-Taster schaltet die Controller-Ausgänge stumm, um Wertesprünge zu vermeiden. Ferner lassen sich alle aktuellen Einstellungen per Snapshot an den Computer senden. Eigene Einstellungen können auf 20 Speicherplätzen abgelegt und jederzeit aufgerufen werden. Mit der kostenlosen PC- und Mac-kompatiblen Enigma-Software haben Sie außerdem die Möglichkeit, eine unbegrenzte Anzahl an Presets am Computer zu verwalten und zu speichern.

Mobilität und Flexibilität

Mit der Axiom-Serie bereichert M-Audio den Markt um neue, extrem kompakte und leichte MIDI-Controller-Keyboards mit USB-Anschluss, die ohne externes Netzteil auskommen. Ganz egal, welchen Tastenumfang Sie benötigen – mit den Axiom-Controllern sind Sie gleichzeitig mobil und fit für die Szene.

*Fader und Taster nur bei den Modellen Axiom49 und 61

jetzt kommentieren? 08. Oktober 2007

Spider-Man 3

Nach seinen letzten Heldentaten kann Peter Parker (Tobey Maguire) seine Berühmtheit als Spider-Man genießen: Die Stadt liegt ihm zu Füßen und feiert ihn überschwänglich. Und auch privat scheint alles bestens zu laufen: Peter plant, seiner geliebten Mary Jane (Kirsten Dunst) baldmöglichst einen Heiratsantrag zu machen. Zuvor bespricht er sich aber noch mit seiner Tante May (Rosemary Harris), die ihm, überglücklich über diese Nachricht, den Ring schenkt, den sie einst von ihrem Ehemann Ben (Cliff Robertson) bekam, der vor einiger Zeit ermordet wurde.

Bens mutmaßlichem Mörder, Flint Marko (James Haden Church), gelingt die Flucht aus dem Gefängnis. Gehetzt von der Polizei gelingt es ihm dennoch, sich Zutritt zur Wohnung seiner Frau Emma (Theresa Russell) und zum Zimmer seines todkranken Kindes zu verschaffen. Als Emma ihn erwischt, kommt es zu einer dramatischen Aussprache, in der klar wird, das Marko seine Raubzüge allein deswegen unternimmt, um seiner Tochter eine lebensrettende Operation zu ermöglichen. Nur kurz kann er mit ihr sprechen, dann schickt ihn Emma hinaus in die Nacht, wo seine Verfolger die Spur wieder aufnehmen. Bei der Verfolgungsjagd stürzt Marko aus Versehen in den Partikelbeschleuniger eines Forschungsinstituts, was fatale Folgen hat. Der Apparat mixt seine Gene mit Sand, so dass er nach einer kurzen Regenerationsphase über ganz erstaunliche Kräfte verfügt, die er bei seinen Überfällen bestens zur Geltung bringen kann. Spider-Man hat große Mühe, den zum Sandmann mutierten Marko in seine Schranken zu wei! sen.

In der ersten Reihe eines Broadway-Theaters sitzt Peter, der sich auf die Premiere des Musicals freut, in dem Mary Jane eine Rolle ergattert hat. Voller Stolz lauscht er einem Solo-Auftritt von ihr, ohne zu ahnen, dass auf dem Zuschauer-Balkon jemand sitzt, der ihn nicht aus den Augen lässt: Sein ehemaliger Freund Harry Osborn (James Franco), der Peter für den gewaltsamen Tod seines Vaters Norman (Willem Dafoe) verantwortlich macht. Nach der Vorstellung besucht Peter Mary Jane in ihrer Garderobe und bemerkt dort den riesigen Blumenstrauß, viel größer als der, den er ihr hat schicken lassen. Der stammt natürlich von Harry, der die nächste sich bietende Gelegenheit nutzt, sich mittels modernster Technik in den “New Goblin”, den neuen Kobold, verwandeln zu lassen und gegen Spider-Man anzutreten. In den finsteren Häuserschluchten New Yorks tobt zwischen den beiden ein wilder, atemberaubender, aber auch gefährlicher Kampf, den Harry schließlich schwerverletzt überlebt - allerding! s mit erheblichen Gedächtnislücken, die seine alte Freundschaft mit Peter wieder aufleben lassen.

Ohne dass sie es bemerken, geht unweit der Stelle, an der sich Mary Jane und Peter zu einem romantischen, nächtlichen Rendezvous einfinden, ein Meteorit in Manhattan nieder. Aus seinem Kern bahnt sich eine schleimig-schwarze, amorphe Masse ihren Weg, der sehr bald in Peters Wohnung endet. Es handelt sich um einen Symbionten, also eine unbekannte Lebensform, die einen Wirt, ein Opfer braucht, von dem sie Besitz ergreift. Als sich nachts die Masse über den schlafenden Peter stülpt, erwacht der aus einem Alptraum und findet sich schon im nächsten wieder: Sein Spider-Man-Outfit schillert plötzlich schwarz statt rot, seine ohnehin schon unglaublichen Fähigkeiten bekommen einen zusätzlichen Schub. Und genau die wird er nun gegen den Sandmann einsetzen. In den New Yorker U-Bahnschächten und dem benachbarten Untergrund kommt es zum scheinbar finalen Duell, bei dem schließlich Spider-Mans Widersacher von Wasser aufgelöst in die Kanalisation gespült wird. Peter brennt darauf, seiner T! ante May zu erzählen, dass Spider-Man den Mörder ihres Mannes zur Strecke gebracht hat. Die ist freilich entsetzt, kann es kaum glauben, denn erstens hätte Ben niemals Rache befürwortet, und zweitens, so ist sie überzeugt, würde Spider-Man niemals töten. Noch in derselben Nacht legt Peter das gefährliche schwarze Spider-Man-Kostüm ab und verstaut es in einer Truhe.

Aber schon droht noch mehr Unheil: Peter bekommt in seinem Nebenjob als Pressefotograf Konkurrenz. Der smarte Eddie Brock (Topher Grace) versucht Peter beim “Daily Bugle” auszustechen. Und der skrupellose Verleger J. Jonah Jameson (J.K. Simmons) scheint nicht abgeneigt, dem cleveren Newcomer eine Chance zu geben. Doch Eddies Fotos von Spider-Man gefallen ihm nicht. Er will die dunkle Seite Spider-Mans auf der Titelseite haben und schickt Eddie wie Peter los, diese aufzuspüren und im Bild festzuhalten. Dem Gewinner dieses dubiosen Wettbewerbs winkt eine Festanstellung bei der Zeitung.

Peter kann einfach nicht widerstehen, die dunkle Macht hat bereits zu sehr von ihm Besitz ergriffen und sein Wesen zeigt sich immer unangenehmer, gewalttätiger und bösartiger. Aber auch Harry lässt den Abgründen in seiner Seele freien Lauf, nachdem er sein Gedächtnis wiedererlangt hat. Er behauptet Peter gegenüber, eine heiße Nacht mit Mary Jane verbracht zu haben und bringt sie sogar dazu, sich von ihm zu trennen. Es kommt erneut zu einem Zweikampf zwischen Peter und Harry, der diesmal an Brutalität kaum zu überbieten ist. In der finalen Phase wirft Peter eine Granate auf den schon am Boden liegenden Harry, was dessen Gesichtshälfte entstellt. Der “böse” Spider-Man kennt keine Gnade. Auch nicht, als es darum geht, Eddie Brock auszuschalten. Der hat sich mit einer Fotomontage, die Spider-Man kompromittiert, in den festen Job beim “Daily Bugle” katapultiert und ist den Job genauso schnell wieder los wie er ihn bekommen hat, nachdem Peter den Betrug aufdeckt.

Auch Peters Verhältnis zu Mary Jane wird durch seine eklatante Wesensveränderung mehr und mehr getrübt: Der Abend, an dem er ihr in einem teuren Restaurant den Antrag machen will, endet schon mal mit einem Reinfall. Und Mary, die auf Grund schlechter Kritiken vom Theater gefeuert wurde und jetzt in einer Jazzkneipe als singende Kellnerin jobbt, ärgert sich sehr über einen Kuss, den Spider-Man bei der Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Tochter des Polizeichefs, Gwen (Bryce Dallas Howard), in seinem egomanischen Überschwang gegeben hat. Als es bei Peters Besuch des Jazzlokals zu einem Handgemenge kommt und er aus Versehen Mary Jane zu Boden schlägt, weiß er mit einem Mal, dass er sich auf der Stelle von dem Symbionten und seiner Macht trennen muss. Dies gelingt ihm zwar auf schmerzvolle Weise, doch ein neuer Wirt ist schnell gefunden: Der von Rachegelüsten zerfressene Eddie Brock mutiert mit dessen Hilfe zum Monster Venom und der verbündet sich mit dem Sandmann, der keineswe! gs besiegt oder gar getötet wurde. Diese Allianz der Bösen greift zum hinterhältigsten Mittel: Sie entführen Mary Jane und erklären Spider-Man den Krieg. Den aber kann Spider-Man nur gewinnen, wenn er nicht alleine kämpft …

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